2011: Interview mit Katarina Witt

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"Ein Rennen, das bis zur letzten Minute geht" -Katarina Witt über die Chancen Münchens auf den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018Ihre Karriere ist weltweit einzigartig. Sie wurde zwei Mal Olympiasiegerin, vier Mal wurde sie Weltmeisterin und war sechsfache Europameisterin, acht Mal wurde sie DDR-Meisterin. Die "Eisprinzessin" oder "Eiskönigin" – wie Katarina Witt von den Gazetten oft genannt wurde - schrieb Eiskunstlauf-Geschichte. Bei Kinder- und Jugendspartakiade Zur Welt kam Katarina Witt am 3.12.65 in West-Staaken, heute Berlin. Schon früh weckte das Eiskunstlaufen ihr Interesse – mit fünf Jahren bekam sie ihren ersten Eislaufunterricht. Nach nur vier Jahren Training bekam die kleine Kati das erste Siegesgefühl zu spüren: 1976 gewann sie die erste Goldmedaille bei der Kinder- und Jugendspartakiade. Nach diesem Erfolg kam sie unter die Fittiche der Erfolgstrainerin Jutta Müller, die schon damals unter anderem den späteren Weltmeister Jan Hoffmann trainierte. Die Zusammenarbeit mit der Trainerin, die erst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Sportleben endete, sollte bald in eine beispiellose Karriere münden, die ihresgleichen sucht. "Mein ist die Welt" Ihre erste DDR-Meisterschaft gewann Katarina Witt mit 16 Jahren im Jahr 1981 und sie sollte dieses „Zepter“ dann noch sieben Mal in Folge erfolgreich verteidigen können. International war sie ein Jahr später erfolgreich, indem sie bei der Europameisterschaft 1982 die Silbermedaille gewann. Ab dem Jahr 1983 beherrschte Katarina Witt völlig die europäische Eiskunstlauf-Bühne: sie wurde Europameisterin und verteidigte ununterbrochen ihren Titel auch noch 1988. Im Jahr 1984 bekam auch die weltweite Konkurrenz die Klasse von Katarina Witt zu spüren: bei den Weltmeisterschaften in Ottawa wurde sie erste und sollte noch drei Mal den Titel gewinnen. In der Zeit ihrer größten Erfolge gesellten sich zu den Meisterschaftstiteln auch zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Sarajewo und in Calgary. Keine andere Eiskunstläuferin war vor Katarina Witt dermaßen erfolgreich. Erfolgreich und wohltätig Nach dem Ende ihrer Amateurkarriere wechselte Katarina Witt 1988 in das Profilager und bestätigte mit dem Gewinn der Profiweltmeisterschaft noch Mal ihre Weltklasse. Zur gleichen Zeit begann sie mit einer neuen Karriere: sie war unter anderem bei Eis-Revuen "Holiday on Ice" oder "Carmen on Ice" zu sehen. Zunehmend betätigte sich die Eiskönigin auch in anderen Branchen. So arbeitete sie unter anderem als Co-Kommentatorin für zahlreiche TV-Sender, übernahm diverse Filmrollen, darunter an der Seite von Robert de Niro oder Tom Cruise. So titelte die Frankfurter Rundschau am 16.08.2012 etwa: "Kati Witt spielt Kati Witt". Die Zeitung meldete, dass Katarina Witt eine Rolle in einer SAT.1-Produktion über ein Stalker-Opfer übernahm. Anfang der 90er-Jahre war sie selbst in so einer Situation. Neben ihrer unternehmerischen und künstlerischen Beschäftigung betätigt sich Katarina Witt auch wohltätig. Im Jahre 2005 initierte sie die "Katarina Witt Stiftung", die Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderung unterstützt. Bei der Olympia-Bewerbung Münchens um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 übernahm sie den Kuratoriumsvorsitz. Unendlich lang ist auch die Liste der Auszeichnungen, mit denen Katarina Witt geehrt wurde. So wurde sie unter anderem mit der „Goldenen Kamera“ oder mit dem "Deutschen Nachhaltigkeitspreis für soziales Engagement" ausgezeichnet. Im Januar 2011 sprach DW-Redakteur Arnulf Boetcher mit Katarina Witt über ihr Engagement bei Münchens Olympia-Bewerbung. Autor: Andreas Zemke Redaktion: Uta Hardes-Schmeißer

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